Archiv für Januar 2016

03.02. – Erfahrungsbericht über die Zustände in Griechenland, Mazedonien und Calais

03.02. 18 Uhr, Baracke, Scharnhorststr. 100

No Border, No Nation – Just People


flyer-03-02Seit dem 18. November sind auf der sog. Balkanfluchtroute die Grenzen nur noch für Flüchtende aus Syrien, Irak und Afghanistan offiziell passierbar. Diese Trennung in „anerkannte“ und „illegale“ Flüchtende macht es umso wichtiger, alle Menschen auf ihrer Flucht zu unterstützen.

Unmittelbar nach der partiellen Grenzschließung formten sich besonders an der Griechisch-Mazedonischen Grenze in Idomeni Proteste, bei denen die Grenze zeitweise gestürmt wurde, Schienen blockiert wurden und Menschen in trockenen Hungerstreik getreten sind. Polizei und Militär ist gewaltsam unter Einsatz von Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Proteste vorgegangen. Es wurde sogar mit scharfer Munition auf Flüchtende geschossen.

Seit der brutalen Räumung des Camps bei Idomeni am 09.12. werden alle Menschen, die nicht aus Syrien, Irak oder Afghanistan kommen, mit Bussen zurück nach Athen in Abschiebelager gebracht und teilweise direkt in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Viele Menschen, die nicht den legalen Weg gehen können, versuchen zu Fuß die Grenzen zu überqueren. Besonders in Mazedonien werden Menschen immer wieder von Schleppern oder lokalen Kriminellen brutal ausgeraubt, zusammengeschlagen und mit Waffen bedroht. Außerdem leben sie permanent in der Angst, von der Polizei oder dem Militär aufgegriffen und zurück nach Griechenland geschoben bzw. in Abschiebegefängnisse in Mazedonien gebracht zu werden. Einige Menschen verschwinden spurlos.

In Nordfrankreich leben seit April 2015 ca. 6000 Geflüchtete in einem riesigen selbsterrichteten Camp aus Hütten und Zelten am Hafen von Calais. In der Hoffnung nach England zu kommen nehmen sie die menschenunwürdigen Bedingungen im provisorischen Camp in Kauf und riskieren ihr Leben beim Versuch auf LKWs oder Züge aufzuspringen. Die Geflüchteten sind dabei ständig brutaler Gewalt der Polizei und organisierten Rechten ausgesetzt. Anstatt für eine humanitäre Grundversorgung der Menschen zu sorgen setzt die französische Regierung auf die kostenintensivere Abschottung durch Zäune und massive Polizeipräsenz.

Diese rassistische und menschenverachtende Politik verstößt gegen das Grundrecht auf Asyl und nimmt billigend in Kauf, dass Menschen auf ihrer Flucht sterben.

In der Veranstaltung werden Aktivist*innen sprechen, die angefangen haben ein Support-Netzwerk für illegalisiert reisende Flüchtende in Mazedonien aufzubauen. Sie werden von ihren Erfahrungen in Griechenland und Mazedonien berichten und Perspektiven zum weiteren Support erläutern. Ebenso werden Aktivist*innen von der aktuellen Situation und Entwicklung in Calais berichten und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.

Mit diesem persönlichen Erfahrungsbericht soll informiert und angeregt werden aktiv zu sein, praktische Solidarität zu zeigen und Fluchthilfe zu leisten.

Bedenkt: Die Bilder und Erzählungen stellen teilweise gewaltsame und schlimme Situationen und Zustände dar. Achtet auf euch und sagt, wenn es zu viel ist.

hier gehts zur facebook veranstaltung

Mittwoch, 03.02. um 18 Uhr in der Baracke, Scharnhorststr. 100, Münster
Freedom of Movement for Everybody, Now! No one is illegal!

*** aus aktuellem Anlass ***

Das Kulturzentrum Baracke hat in den letzten Monaten zunehmend Beschwerden von verschiedenen Seiten aufgrund von Lärmbelästigung erhalten. Zudem kam es vermehrt dazu, dass die Polizei bei Veranstaltungen aufgrund der erhöhten Lautstärke vorbeikam. Die mehrfachen Vorfälle haben nun dazu geführt, dass ein Bußgeldverfahren durch das Ordnungsamt der Stadt Münster eingeleitet wurde.

Für die Beschwerden der Anwohner*innen haben wir als Orgateam der Baracke Verständnis und können durchaus nachvollziehbare Gründe hierfür erkennen. So haben insbesondere in den letzten Monaten überdurchschnittlich viele Konzerte und Partys in der Baracke stattgefunden. Auch ist die Besucher*innenzahl aufgrund der wachsenden Beliebtheit der Baracke als Veranstaltungsort deutlich gestiegen. Hinzu kommt, dass sich in der Vergangenheit bei den Veranstaltungen gelegentlich Menschen vor der Baracke z.B. zum Rauchen aufhielten und so zu einer Erhöhung des Lärmpegels außerhalb des Veranstaltungsraums beigetragen haben. Bei einigen Veranstaltungen wurden zudem nach Beginn der gesetzlichen Nachtruhe (22 Uhr) keine ausreichenden Vorkehrungen zur Lärmreduzierung getroffen.

Wir müssen erkennen, dass wir in vielen Fällen den entsprechenden Dialog mit Veranstalter*innen und Anwohner*innen versäumt haben und außerdem in der Vergangenheit nicht ausreichend für lärmreduzierende Maßnahmen gesorgt wurde. Wir möchten uns daher für die empfundene Lärmbelästigung ausdrücklich entschuldigen und alles daran setzen, zukünftig eine bessere Lösung zu finden, welche die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.

Die Baracke als studentisches Kultur- und Veranstaltungszentrum stellt dabei einen ganz besonderen Freiraum dar, den es in Münster in dieser Form sonst nicht gibt. Die Baracke wird dabei nicht nur für Partys und Konzerte genutzt, sondern für eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen, wie z.B. Theaterproben, Filmvorführungen, Seminare oder Vorträge. Insbesondere die offene Struktur bietet in Münster eine echte Alternative zu rein kommerziellen Veranstaltungsräumen, daher hat für uns der Erhalt der Baracke eine ganz besondere Bedeutung. Feststeht jedoch auch, dass dies nicht ohne Rücksicht auf die Anwohner*innen geschehen kann. Daher haben wir bereits eine Reihe an kurz- und mittelfristigen Maßnahmen geplant:

Kurzfristig werden wir vor allem technische Maßnahmen zur Reduzierung der Lautstärke vornehmen. So wird die Musikanlage mit einem sogenannten „Limiter“ versehen, um einen übermäßigen Lautstärkepegel zu verhindern. Zudem werden wir uns auch für eine bessere Schallisolierung der Baracke einsetzen. An beiden Türen der Baracke werden zunächst die Türschließer erneuert und geprüft, ob ein neues Schloss eingebaut werden muss, damit die Türen im aufgeschlossenen Zustand von beiden Seiten geöffnet werden können. Die Bühne wird mit schalldämpfendem Material ausgelegt oder befüllt, sodass sie nicht länger als Resonanzkörper den Schall der Musikanlage verstärkt. Auch weitergehende bauliche Maßnahmen sollen in nächster Zeit geprüft werden, hierzu zählen vor allem die Schallisolierung der Wände und Fenster. Sofern dies nur mit größeren baulichen Maßnahmen zu realisieren ist, wird die Studierendenschaft dazu mit der Uni Kontakt aufnehmen.

Abgesehen von baulichen und technischen Maßnahmen werden wir uns außerdem der aktuellen Nutzungsstruktur der Baracke zuwenden und diese gegebenenfalls verändern. Wir werden daher die Anzahl der Partys im Monat deutlich reduzieren, um damit auch Raum für andere kulturelle Veranstaltungen zu schaffen.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die Baracke als studentisches Kulturzentrum einen Raum für viele Veranstaltungsformate darstellt, diese beschränken sich nicht nur auf Konzerte und Partys, daher soll auf eine verstärkte Diversität der Veranstaltungen geachtet werden.

Auch werden wir Veränderungen im Bereich der Nutzungsmodalitäten für die Nutzer*innen der Baracke vornehmen. So sollen Nutzer*innen deutlicher über ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten als Veranstalter*innen bei der Nutzung der Baracke informiert werden, sodass bisherige Schwächen und Probleme bei der Kommunikation ausgeschlossen werden können. Konzerte müssen in Zukunft um 22:00 Uhr beendet sein (wie es die gesetzliche Nachtruhe vorsieht).

Wir hoffen, dass wir durch diese Maßnahmen eine Lärmreduzierung erreichen können und werden verstärkt auf die Einhaltung dieser Maßnahmen achten. Darüber hinaus möchten wir uns bemühen, gemeinsam einen Weg zu finden, welcher es der Baracke weiterhin ermöglicht, ein vielfältiges kulturelles Programm anzubieten und zugleich Rücksicht auf alle Betroffenen nimmt.

Für Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung, entweder via Email (barackemuenster@riseup.net) oder über unser ein- bis zweimonatlich stattfindendes Plenum (die Termine sind unserer Internetseite zu entnehmen).

Euer Barackenorgateam

31.01. – Salon Féministe Vol. XI

In dieser Ausgabe des Salons gibt es neben Kaffee und Kuchen ab 17:30 Uhr auch Superheld*innen.

salonelf

Ronja Schreurs stellt ihr Comic-Projekt “Heroines” vor. Wir freuen uns schon sehr. Das Buch ist bei der Edition Assemblage erschienen und wird auf der Homepage so vorgestellt: “Es gibt Co

mics, die sind gut, spannend, packend, manchmal herzergreifend. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn sich ein Klischee ans andere reiht: Frauen, deren einzige Funktion darin besteht, zu seufzen oder um Hilfe zu schreien, und wer keinen Penis hat und die Welt retten will, muss in erster Linie die Superpower besitzen, unfassbar heiß zu sein?
Das Comicbuch mit einem Wutschrei in die Ecke zu pfeffern, reicht nicht mehr. Es gab genug Warnschüsse. Die Superheld*innen haben genug und schlagen zurück!
Dieses Buch enthält kurze Comic-Strips von verschiedenen Zeichner*innen, die sich damit beschäftigen, was es eigentlich bedeutet ein*e Superheld*in zu sein – im Comic Mainstream genauso wie im Alltag.”

23.01. – Zolli-Bar*t mit Bärten, Bingo und Bananen

12496296_1705973922954776_6118972369076090011_o19:30 Küfa und Bar*t-Bastel-Bar
20:30 Bingo mit und ohne Bärt*tige
+
B-hour 1 Std. Interpret*innen mit B
Ballons
und Bier!

Eintritt gegen Spende

Gewinne deinen Traumpreis beim Bingo und genieße einen bezaubernden B-Drink während du deinen Durst für Glitzerbärte befriedigst.
Show your zollidarity in der Zolli-Bar*t!
Denn wir brauchen Geld für die von Repression betroffenen Menschen nach der Räumung des Sozialen Zentrums Zollamt.

Die ersten 10 Glitzer-Bärte* kriegen einen B-Drink!!!

22.01. – Offene Kneipe Januar Vol. II

*Am 22.01. kredenzt euch das Leo:Kollektiv seinen ersten Vortrag.
Bodenlos_Vortrag
Am 1. Januar 1994 ereignete sich im mexikanischen Bundesstaat Chiapas etwas mit dem niemand gerechnet hätte. Die indigene Bewegung der Zapatistas wagte die Rebellion gegen Staat, Neoliberalismus und Unterdrückung. Die Ländereien, die ihnen im Kontext kolonialer bzw. kapitalistischer Ausbeutung entwendet worden waren, wurden besetzt und zurück erkämpft. Seit dem befinden sich die zapatistischen Gemeinden im stetigen Prozess basisdemokratisch alternative Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftsstrukturen aufzubauen und streben eine solidarischere und ausbeutungsfreie Gesellschaft an.

Auch außerhalb Mexikos hat sich seit dem „Aufstand der Würde“ ein großes Solidaritätsnetzwerk aufgebaut, um die Zapatistas in ihren selbst verwalteten Strukturen zu unterstützen und die Folgen des „Krieges niederer Intensität“ über Mexiko hinaus bekannt zu machen. Jedes Jahr reisen weltweit MenschenrechtsbeobachterInnen nach Chiapas, um in den Gemeinden der Zapatistas eine Kette der Solidarität zu bilden. Wie sieht die zapatistische Autonomie heute aus? Wie funktioniert die Menschenrechtsbeobachtung?

Kurzfristig haben wir Elisabeth Funk (Bodenlos, Siegen) eingeladen, die uns von ihren Erfahrungen im lakadonischen Urwalt erzählen wird.

Die Veranstaltung findet gemeinsam mit der Gruppe Basta statt.

Nach dem Vortrag gibt es dann noch was auf die Plattenteller und ein schöner, tanzwütiger Restabend wartet auf euch!*

Beginn ist um 19 Uhr!

21.01. – Soliparty der Kritischen JuristInnen für die GGUA

12493926_584119745073204_6576586475687475672_o–> FB-Event

15.01. – „we still hate mondays“ (Infoveranstaltung der Gruppe et2c)

UnbenanntInformationsveranstaltung zur antifaschistischen Demonstration
gegen “Pegida”, Islamismus und Deutschland am 18.01. in Duisburg
Vortrag und Diskussion mit einem Referenten der Gruppe Crème Critique

Freitag | 15.01.2015 | 19 Uhr | Baracke

Seit Januar letzten Jahres führt “Pegida NRW” in Duisburg montägliche “Spaziergänge” durch, an denen zuletzt zwischen 100 und 400 Rassist*innen teilnahmen. Damit ist die Großstadt die einzige in NRW, in der noch regelmäßig “Pegida”-Kundgebungen stattfinden. Zu den “Duisburger Zuständen” gehört zudem ein grassierender Antiziganismus, der Wahlerfolg rechter Parteien und der Widerwille der örtlichen Polizei zur politischen Aufklärung von rechtem Terror.

Die Vorgänge in der Stadt an der Ruhrmündung sind in vielem allerdings nur eine unverfrorene Version dessen, was im gesamten Bundesgebiet passiert. Warum die Antwort auf die allgegenwärtige rassistische Stimmung neben der Solidarität mit den Betroffenen auch ein entschiedenes Engagement gegen IslamistInnen und ihre reaktionär-totalitäre Ideologie sowie eine emanzipatorische Religionskritik beinhalten muss, soll bei der Veranstaltung diskutiert werden. Außerdem wird über rechte Strukturen in und um Duisburg informiert und aufgezeigt werden, warum es wichtig ist am 18.01. “Pegida NRW” den Geburtstag zu versauen.

Die Gruppe Crème Critique [www.cremecritique.blogsport.de] hat in der Vergangenheit immer wieder Proteste gegen “Pegida” initiiert und beobachtet deren Kundgebungen in Duisburg seit ihrem Beginn. Anlässlich des ersten Jahrestages ruft sie zusammen mit der Emanzipatorischen Antifa [www.emadu.net] zu einer Demonstration [www.gesellschaftskritik-duisburg.org] auf.

Eine Veranstaltung der Gruppe et2c [www.et2c.org].


Nächstes Barackenplenum

(für alle Veranstalter*innen und Interessent*innen)
02. 07. 2017: 17.00 Uhr

Kontakt

barackemuenster@riseup.net

Präsenzzeit in der Baracke nach Absprache

 

In der Baracke gibt es keinen Platz für Rassismus, Sexismus, Faschismus, Homophobie, Ableismus, Transphobie, anti-muslimischen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und jegliches diskriminierendes Handeln.

Dies gilt auch für die Musik, die gespielt wird.
Es liegt in Eurer Pflicht aufmerksam zu sein, die Betroffenen ernst zu nehmen und Hilfestellung zu leisten.

Leitet Vorfälle an uns weiter: barackemuenster@riseup.net